Mein System warnt beim ersten Start. Ist das schlimm?
Nein, aber es ist erklärungsbedürftig. Die Warnung heißt nicht, dass die
Datei verändert wurde, sondern dass der Herausgeber nicht durch ein
gekauftes Zertifikat bestätigt ist. Auf der
Downloadseite steht Schritt für Schritt,
wie du daran vorbeikommst — und wie du selbst nachprüfst, dass die Datei
unverändert bei dir angekommen ist.
Wo liegen meine Daten?
Alles bleibt auf deinem Rechner. Es gibt keinen Server, der etwas davon sieht.
| macOS |
~/Library/Application Support/Aszendra |
| Windows |
%APPDATA%\Aszendra |
| Linux |
~/.config/Aszendra |
Darin liegen Verlauf, Lesezeichen, Einstellungen, Cookies, die gespeicherte
Sitzung und der verschlüsselte Tresor. Ein Backup dieses Ordners ist ein
vollständiges Backup deines Browsers.
Wie hole ich meine Lesezeichen herüber?
Aszendra findet Chrome, Edge, Brave, Firefox und Safari von selbst und
fragt beim ersten Start. Später jederzeit über
Menü → Einstellungen → Lesezeichen importieren. Der
andere Browser wird dabei nur gelesen, nie verändert.
Und meine Passwörter?
Die werden bewusst nicht automatisch übernommen. Ein
Passwortbestand, der ungefragt von einem Programm ins nächste wandert,
ist genau das, was man bei einem Passwortmanager nicht will. Du legst
Einträge im Tresor selbst an oder lässt sie beim nächsten Anmelden
speichern.
Ich habe mein Master-Passwort vergessen.
Dann kommt niemand mehr an den Tresor — auch wir nicht. Das ist keine
Härte, sondern der Zweck: Das Passwort verlässt deinen Rechner nie, und
es gibt keine Hintertür. Außer du hast beim Einrichten
den Wiederherstellungscode notiert. Der öffnet den Tresor ohne das
Master-Passwort. Wenn du ihn noch hast, hol ihn jetzt.
Im Passwortfenster auf „Code statt Passwort", Wiederherstellungscode
eingeben — danach legst du sofort ein neues Master-Passwort fest. Das
alte gilt dann nicht mehr, der Wiederherstellungscode bleibt gültig.
Wie mache ich Aszendra zum Standardbrowser?
macOS: Systemeinstellungen → Desktop & Dock →
Standard-Webbrowser.
Windows: Einstellungen → Apps → Standard-Apps →
Aszendra → „Standard festlegen".
Linux: in den Systemeinstellungen unter
Standardanwendungen, oder im Terminal
xdg-settings set default-web-browser aszendra.desktop.
Wie bekomme ich Aktualisierungen?
Aszendra fragt alle vier Stunden nach, ob es etwas Neueres gibt. Auf
Windows lädt und installiert es die neue Fassung selbst;
du wirst nur gefragt, wann neu gestartet werden soll. Auf
macOS bekommst du einen Hinweis und einen Knopf — der
Austausch braucht dort einen Klick von dir, solange die Signatur von
Apple fehlt. Unter Linux ersetzt sich das AppImage
selbst; das .deb legt die neue Fassung in den Download-Ordner, und du
spielst sie wie beim ersten Mal ein.
In den Einstellungen lässt sich das abschalten und zwischen den Kanälen
Stabil, Beta und Entwicklung wechseln.
Ein Tab ist auf einmal leer, wenn ich zurückschalte.
Der Tab hat geschlafen und wacht beim Anklicken wieder auf. Wenn dich das
stört, setz in den Einstellungen die Zeit höher oder auf
0 — dann schläft nie ein Tab ein.
Gibt es Aszendra auf Englisch?
Ja. Aszendra folgt der Sprache des Systems: auf einem deutschen System
Deutsch, sonst Englisch. Umstellen lässt sich das unter Einstellungen →
Erscheinungsbild → Sprache der Oberfläche; es gilt nach einem Neustart,
und deine Tabs bleiben.
Funktionieren Netflix, Disney+ und Spotify?
Im Browser noch nicht. Diese Dienste verlangen den Kopierschutz Widevine,
und der fehlt Aszendra bisher. YouTube, Twitch und die meisten anderen
Video- und Musikseiten laufen. Für Netflix und Co. bleibt bis dahin die
App des Dienstes oder ein zweiter Browser.
Aszendra warnt vor einer Seite. Was heißt das?
Die Seite steht auf einer Liste bekannter Phishing- oder
Schadsoftware-Seiten. Aszendra lädt diese Listen zweimal am Tag und
vergleicht auf deinem Rechner — die Adresse geht dafür an niemanden.
„Zurück" ist fast immer richtig. Bist du sicher, dass die Seite in
Ordnung ist, öffnet „Trotzdem öffnen" sie bis zum Beenden von Aszendra.
Fragt Aszendra stattdessen, ob es unverschlüsselt weitergehen
soll, hast du den HTTPS-Zwang eingeschaltet, und die Seite bietet kein
HTTPS an. Was du dort eingibst, kann dann jeder im selben Netz
mitlesen. Beides stellst du unter Einstellungen → Schutz ein.
Funktionieren Bitwarden und andere Passwortmanager?
Ja. Den eingebauten Tresor musst du nicht benutzen: Erweiterungen von
Passwortmanagern kommen wie gewohnt aus dem Chrome Web Store. Wollen sie
sich mit ihrer Desktop-App verbinden, etwa zum Entsperren mit dem
Fingerabdruck, fragt Aszendra beim ersten Mal, ob die Erweiterung das
Programm starten darf. Die Erlaubnis lässt sich unter Einstellungen →
Berechtigungen wieder entziehen.
Ob eine Anbindung klappt, entscheidet auch der Anbieter: Manche
Desktop-Apps sprechen nur mit Browsern, die sie kennen.
Wie ändere ich die Farbe?
Unter Einstellungen → Erscheinungsbild: Violett, Dark Cherry in
Wein-Rot oder eine eigene Farbe. Bei der eigenen wählst du einen Akzent
und, wie stark Flächen und Hintergrund ihn annehmen sollen — Aszendra
leitet alle Abstufungen daraus ab, damit alles lesbar bleibt.
Wie prüfe ich, ob meine Passwörter geleakt wurden?
Im Passwortfenster auf „Passwörter prüfen". Aszendra zeigt dann, welche
gespeicherten Passwörter in bekannten Datenlecks auftauchen, mehrfach
verwendet werden oder zu kurz sind. Für den Abgleich mit den Datenlecks
verlassen nur die ersten fünf Zeichen eines Prüfwerts deinen Rechner,
nie das Passwort selbst.
Wie werde ich Aszendra wieder los?
macOS: Aszendra aus dem Programme-Ordner in den
Papierkorb. Die Daten bleiben unter
~/Library/Application Support/Aszendra liegen und müssen
separat gelöscht werden — absichtlich, damit eine Neuinstallation nicht
alles verliert.
Windows: Einstellungen → Apps → Aszendra →
Deinstallieren. Der Installer fragt, ob die Daten mit weg sollen.
Linux: sudo apt remove aszendra für das
.deb, beim AppImage einfach die Datei löschen. Die Daten unter
~/.config/Aszendra bleiben liegen, bis du sie selbst
löschst.
Etwas stürzt ab. Was hilft euch?
Nach einem Absturz fragt Aszendra beim nächsten Start, ob es einen
kurzen Bericht schicken darf, und zeigt vorher genau, was drinsteht:
Fassung, System, welcher Teil abgestürzt ist und warum — keine
Adressen, keine Seiteninhalte, keine Kennung. Ohne dein „Senden" geht
nichts hinaus.
Noch mehr hilft eine kurze Beschreibung, was du gerade getan hast — als
Notiz im Bericht oder über Feedback.