Gebaut, nicht zusammengesteckt
Was Aszendra kann — und warum es jeweils so gebaut ist. Das Zweite ist meist das Interessantere.
- Werbeblocker eingebaut
- Warnt vor Betrugsseiten
- Passwort-Tresor als eigener Prozess
- Passwortcheck
- Schlafende Tabs
- Volltextsuche im Gelesenen
- Passwortgenerator
- Keine Konten
- Keine Telemetrie
- macOS, Windows und Linux
Der Werbeblocker gehört zum Programm
Filterlisten laufen im Hauptprozess und greifen, bevor eine Anfrage das Gerät verlässt. Kein Nachinstallieren, kein Store, kein fremder Programmcode mit Zugriff auf jede Seite, die du öffnest.
Der verbreitetste Weg, einen Browser zu übernehmen, führt heute über eine gekaufte oder gekaperte Erweiterung. Diesen Weg gibt es hier für den Blocker nicht.
Warnt vor Betrugsseiten, ohne mitzulesen
Bekannte Phishing- und Schadsoftware-Seiten stehen auf zwei freien Listen, gespeist aus OpenPhish, PhishTank und URLhaus. Aszendra lädt sie zweimal am Tag und prüft jede Adresse auf deinem Rechner — keine Adresse und kein Teil davon geht dafür hinaus.
Auf Wunsch kommen zwei Schalter dazu: Der HTTPS-Zwang hebt jede unverschlüsselte Seite auf HTTPS und fragt, statt still unverschlüsselt zu laden, wenn das nicht geht. Sicheres DNS schickt deine DNS-Anfragen verschlüsselt an Cloudflare, Quad9, Mullvad oder Google statt an deinen Netzanbieter.
Die Listen führen die Hosts, auf denen der Betrug liegt, nicht die großen Plattformen. Deshalb reicht der Abgleich auf dem eigenen Rechner — und bist du dir sicher, übergeht „Trotzdem öffnen" die Warnung.
Der Tresor ist ein eigenes Programm
Nicht aus Geschmack: Alles, was im Hauptprozess läuft, teilt sich den Speicher mit jedem mitgelieferten Paket — bei einem Electron-Programm schnell einige hundert. Der Tresor ist deshalb ein getrenntes Rust-Programm. Die Verständigung läuft zeilenweise über JSON, mehr Berührungsfläche gibt es nicht.
Das Master-Passwort verschlüsselt nicht die Daten, sondern über Argon2id nur einen zufälligen Tresorschlüssel. Ein Passwortwechsel kostet deshalb eine Neuverpackung statt einer Neuverschlüsselung.
Neue Passwörter würfelt der Tresor selbst: im Schlüssel-Menü mit Länge und Zeichenarten nach Wahl, oder per Rechtsklick direkt in ein Passwortfeld. Jedes Zeichen ist gleich wahrscheinlich, und kopierte Passwörter verschwinden nach 45 Sekunden aus der Zwischenablage.
Der Passwortcheck zeigt auf Knopfdruck, welche gespeicherten Passwörter in bekannten Datenlecks auftauchen, mehrfach verwendet werden oder zu kurz sind. Für den Abgleich verlassen nur die ersten fünf Zeichen eines Prüfwerts den Rechner. Und wer lieber bei Bitwarden oder einem anderen Passwortmanager bleibt: Deren Erweiterungen laufen, und mit deiner Erlaubnis dürfen sie mit ihrer Desktop-App sprechen.
Jeder Eintrag wird einzeln verschlüsselt, mit seiner eigenen Kennung als zusätzlichem Datum — damit lässt sich kein Eintrag gegen einen anderen austauschen.
Vierzig Tabs kosten nicht vierzig Prozesse
Ein Hintergrund-Tab, der zwanzig Minuten nichts getan hat, gibt seinen Renderer-Prozess zurück. Die Navigationsgeschichte des Tabs bleibt, der Speicher wird frei.
Umgekehrt bekommt ein wiederhergestellter Tab erst beim ersten Klick
einen Prozess: Eine Sitzung mit vierzig Tabs startet so schnell wie
eine mit einem. Einstellbar über suspendAfterMinutes;
0 schaltet es ab.
Die Konstellation
⌘K beziehungsweise Strg+Tab öffnet eine
Sternkarte aller offenen Tabs. Was zusammengehört, bildet ein
Sternbild mit Namen: ein Artikel und alles, was man daraus geöffnet
hat, oder mehrere Seiten derselben Website.
Linien verbinden Tabs, die einander geöffnet haben.
Hellere Sterne hat man zuletzt benutzt, hohle Ringe sind entladene
Tabs. Rechts steht die Vorschau des gewählten Sterns, mit der Angabe,
woraus er geöffnet wurde. Tippen dimmt, was nicht passt, die
Pfeiltasten gehen in die Richtung, in die man drückt, und
Strg+Tab und dann Enter führt zurück zum vorigen Tab.
Jede Website hat ihren festen Platz am Himmel, heute wie nach dem Neustart. Die Karte dreht sich nicht um den aktiven Tab, und genau daraus entsteht die Erinnerung, wo etwas liegt.
Wiederfinden, was man gelesen hat
Der Verlauf kennt Titel und Adresse. Das reicht, solange man den Titel noch weiß, aber nicht für „da stand irgendwo etwas über den Ringnebel". Die Nachlese durchsucht deshalb den Text der Seiten, die du gelesen hast, und zeigt die Stelle, an der das Wort stand.
⌘⇧F beziehungsweise Strg+Umschalt+F öffnet
sie. Gesucht wird schon beim Tippen, auch nach Wortanfängen, und
Umlaute oder Akzente müssen nicht stimmen.
Ein Volltextindex über alles, was man liest, ist etwas anderes als eine Liste von Adressen. Deshalb ist die Nachlese aus, bis du sie einschaltest. Sie liegt nur auf deinem Rechner, private Fenster bleiben immer außen vor, und einzelne Seiten lassen sich ausnehmen.
Es springt nichts
In Ruhe zeigt die Leiste die Seite als Text: Host hervorgehoben, Pfad
gedämpft, bei unverschlüsseltem HTTP ein Hinweis „Nicht sicher". Auf
⌘L oder einen Klick tritt an exakt dieselbe Stelle ein
Eingabefeld — gleiche Höhe, gleicher Rand, gleicher Abstand.
Zur Auswahl stehen DuckDuckGo (Vorgabe), Startpage, Brave Search, Ecosia, Qwant, Google und Bing — in dieser Reihenfolge, und das ist keine Rangliste, sondern eine Haltung: erst die, die nicht mitschreiben.
Der Vorschlag nennt die gewählte Maschine. Wohin eine Eingabe geht, gehört dorthin, wo man sie abschickt — sonst merkt man es erst an den Ergebnissen.
Was hier nicht geschrieben wird, muss nicht gelöscht werden
Ein privates Fenster bekommt eine eigene Sitzung ohne dauerhaften Speicher. Cookies, Cache und lokale Daten erreichen die Platte also gar nicht erst.
Und in gewöhnlichen Fenstern bleibt nichts länger als gewollt: Cookies und Websitedaten lassen sich je Seite ansehen und löschen, oder beim Beenden ganz entfernen, mit Ausnahmen für die Seiten, bei denen du angemeldet bleiben willst.
Weiter gelten der Werbeblocker und das Ausfüllen aus dem Tresor. Bewusst nicht das Angebot, ein neues Passwort zu speichern — ein neuer Eintrag wäre genau die Spur, die hier nicht entstehen soll.
Die Startseite sagt auch, was ein privates Fenster nicht kann: Für die besuchten Seiten, dein Netzwerk und deinen Arbeitgeber bleibst du sichtbar.
Violett, Dark Cherry oder deine Farbe
Den Akzent wählst du unter Einstellungen → Erscheinungsbild: das gewohnte Violett, Dark Cherry in Wein-Rot oder eine eigene Farbe.
Für die eigene Farbe reicht ein einziger Farbton. Daraus leitet Aszendra alle Abstufungen ab — einen hellen Akzent für dunklen Grund, einen tieferen für hellen und auf Wunsch getönte Flächen. Die Helligkeit bleibt dabei in Grenzen, damit Schrift und Ränder lesbar bleiben, welche Farbe du auch nimmst.
Die Farbe gilt überall in Aszendra: Tableiste, Neuer Tab, Einstellungen, Verlauf, Passwörter. Fremde Websites bleiben, wie sie sind.
Und außerdem
-
Tabs durchsuchen.
⌘⇧AbeziehungsweiseStrg+Umschalt+Afindet einen offenen Tab nach Titel oder Adresse. - Stumm je Tab. Ein Klick auf das Lautsprechersymbol im Tab, und nur dieser Tab schweigt.
- Bildschirmfoto der ganzen Seite. Per Rechtsklick, auch weit über den sichtbaren Bereich hinaus. Das Bild landet im Download-Ordner und in der Zwischenablage.
- QR-Code zur Seite. Per Rechtsklick — um eine Seite schnell aufs Handy zu holen.
- Übersetzen auf dem Gerät. Seiten werden auf deinem Rechner übersetzt, der Text geht an niemanden.
- Erweiterungen aus dem Chrome Web Store. Die meisten laufen. Will eine davon ein Programm auf deinem Rechner starten, fragt Aszendra vorher.
- Geräte nur auf Nachfrage. Will eine Seite auf ein USB-, Bluetooth- oder anderes Gerät zugreifen, wählst du es selbst aus — oder keines.
- Rechtschreibprüfung in den Sprachen deiner Wahl, unter macOS über das System.
Wie es gebaut ist
- Eine Engine auf allen Plattformen. Chromium unter macOS, Windows und Linux — keine Fehlerklasse, die es nur auf einem System gibt.
- Bedienoberfläche und Inhalt sind getrennte Prozesse. Eine hängende Seite blockiert weder Tableiste noch Adressleiste.
- Stürzt eine Seite ab, stirbt nur sie. Der Tab wird neu aufgebaut, wenn er sichtbar ist — aber nicht in einer Schleife.
- Eigenes Menü statt Systemmenü. Zoom, Seitensuche, Leistungsstufe, Position der Tableiste und Einstellungen sehen überall gleich aus.
Ausprobieren kostet nichts
Kostenlos, ohne Konto, ohne Anmeldung. Deine Lesezeichen kommen beim ersten Start mit, wenn du es erlaubst.
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